Demo-Aufruf
Wir zahlen nicht für eure Krise! - Für eine solidarische Gesellschaft
Aktionstag zum Welt-Finanz-Gipfel (G20), im Rahmen
der globalen Aktionswoche gegen Krise und Krieg:
Bundesweite Demonstrationen in Berlin und Frankfurt/Main
Diesen Aufruf unterstützen!
(Demo-Aufruf als Flyer DIN A4)
Der Kapitalismus steckt in seiner schlimmsten Krise seit 1929. Sie hat verschiedene Gesichter: die Beschleunigung des Klimawandels, Kriege um den Zugang zu Rohstoffen, Hungerrevolten, Finanzmarkt-Crash und Rezession. Ausgehend von den Industrieländern wird auch der globale Süden hart getroffen, weil noch weniger Mittel für Klimaschutz und Entwicklung bleiben, und weil die globale Konkurrenz um Märkte und Profit noch brutaler zu werden droht. Millionen Menschen verlieren ihre Arbeit, ihre Wohnungen und ihre Lebensperspektiven.
Zeit für Systemwechsel - Für eine solidarische Gesellschaft
Die Entfesselung des Kapitals und der erpresserische Druck der Finanzmärkte haben sich als zerstörerisch erwiesen. Ein anderes Weltwirtschaftssystem ist nötig. Eines, das Mensch und Natur dient; das auf den Prinzipien globaler Solidarität, ökologischer Nachhaltigkeit und demokratischer Kontrolle aufbaut. Dazu gehört, dass Bildung, Gesundheit, Alterssicherung, Kultur und Mobilität, Energie, Wasser und Infrastruktur nicht als Waren behandelt werden, sondern als gesellschaftliche Leistungen, die allen Menschen zur Verfügung stehen müssen.
Die Reichen und Profiteure sollen zahlen
Wir wollen, dass die Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden. Das globale private Geldvermögen hat im Jahr 2007 die Summe von 105 Billionen Dollar erreicht und ist in acht Jahren um 50 % angestiegen. Das ist das Ergebnis einer massiven Umverteilung von Unten nach Oben, von Süd nach Nord, von den BezieherInnen von Lohn- (Ersatz-)einkommen zu den Kapital- und Vermögensbesitzern. Den Banken und Fonds war kaum ein Risiko zu groß im Kampf um die höchsten Renditen. Etwa ein Tausendstel der Weltbevölkerung hat davon besonders profitiert. Die Milliarden, die jetzt zur Sanierung des Finanzsektors ausgegeben werden, dürfen nicht auf Kosten der großen Mehrheit gehen. Wir werden nicht hinnehmen, dass Beschäftigte, Erwerbslose, RentnerInnen, SchülerInnen oder Studierende die Zeche zahlen! Genauso wenig darf die Krise auf die Länder des Südens oder die Umwelt abgewälzt werden.
Wir überlassen den Herrschenden nicht das Feld
Der Welt-Finanzgipfel der G20 setzt auf alte Strukturen und Machtverhältnisse.
Die Regierungsberater, Wirtschaftsvertreter und Lobbyisten sind nicht vor Scham im Boden versunken, sondern betreiben weiter ihre Interessenpolitik. Um Alternativen durchzusetzen, sind weltweite und lokale Kämpfe und Bündnisse (wie z.B. das Weltsozialforum) nötig - für soziale, demokratische und ökologische Perspektiven. Die Demonstrationen am internationalen Aktionstag zum G20-Gipfel sind erst der Anfang.
Menschen vor Profite
Wir demonstrieren für Sofortmaßnahmen, die den Opfern der Krise helfen,
aber gleichzeitig den ökologischen und demokratischen Umbau der Wirtschaft
vorantreiben – als Schritte auf dem Weg in eine solidarische Gesellschaft:
- Für umfangreiche Investitionsprogramme ...
... in Bildung, Umwelt- und Klimaschutz, öffentliche Infrastruktur und Gesundheit.
- Für einen sozialen Schutzschirm für Beschäftigte, Erwerbslose und RentnerInnen: armutsfester gesetzlicher Mindestlohn. Weg mit Hartz IV und Agenda 2010, für sofortige Erhöhung des Eckregelsatzes - existenzsichernd und ohne Sanktionen gegen Erwerbslose. Weg mit der Rente mit 67, für armutsfeste Renten ohne Lebensarbeitszeitverlängerung. Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverzicht statt Massenentlassungen und Arbeitslosigkeit. Die notwendige Konversion z.B. der Automobilindustrie darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten stattfinden
- Dafür, dass die Profiteure die Kosten der Krise bezahlen: Mit einer Sonderabgabe auf große Vermögen, und einer Millionärssteuer. Der Bankenrettungsfonds muss von den Banken finanziert werden. Eine “Bad Bank”, die lediglich die Verluste sozialisiert, darf es nicht geben.
- Für die demokratische Ausrichtung von Wirtschaft und Banken. Der private Bankensektor muss gesellschaftlich kontrolliert und am öffentlichen Interesse orientiert werden. Die Steueroasen sind endlich zu schließen; Banken, die dort arbeiten müssen bestraft werden. Das weltweite Finanzsystem muss reguliert und demokratisch kontrolliert werden. Hedgefonds und andere spekulative “Instrumente” sind zu verbieten. Betriebe, die öffentliche Finanzhilfe bekommen, dürfen nicht entlassen. Die Beschäftigten brauchen Veto-Rechte bei grundlegenden wirtschaftlichen Entscheidungen. Das politische Streikrecht muss für alle gelten.
- Die Krise darf nicht auf die Menschen des globalen Südens und die Natur abgewälzt werden. Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe und den weiteren Raubbau sind überfällig und müssen schnell umgesetzt werden. Geld zur Bekämpfung der Armut und für solidarische Entwicklung der Welt muss zur Verfügung gestellt werden. Die Liberalisierung von Finanzmärkten und Handel ist zu stoppen und zurückzunehmen.
Der Protest geht weiter: ... ... ... ... ...
> Am 1. Mai bei den Kundgebungen und Maidemonstrationen
> Am 16. Mai bundesweite Demonstration des EGB/DGB in Berlin
> Vom 15. bis 19. Juni: in der bundesweiten Aktionswoche Bildungsstreik
> Krise und Krieg: Über eine Billion Euro werden weltweit für Rüstung vergeudet – zwei Drittel davon in den NATO-Ländern. Und: die kapitalistische Krise erhöht die Gefahr dass Kriege geführt werden. Deshalb demonstrieren wir am 3./ und 4. April beim NATO-Jubiläum in Straßburg/Baden-Baden gegen Krise und Krieg.
(Demo-Aufruf als Flyer DIN A4)
Dabei sein!
- Den Aufruf und/oder die Demonstrationen unterstützen: unter www.28maerz.de haben wir dafür ein Web-Formular eingerichtet. Wir bitten um einen finanziellen Beitrag von 50, 200 oder 500 für Organisationen und 10 Euro für Privatpersonen.
- Busse zu den Demos: Bitte fragt bei euren örtlichen Gewerkschaften nach oder bei den beteiligten Gruppen. Wir haben außerdem ein Busbörse eingerichtet.
- Plakate und Flyer verteilen: Diese können (gegen Selbstkosten) bei Attac bestellt werden. Siehe auch Seite "Mobilisierung".
Spendenkonto: Laura von Wimmersperg, Berliner Sparkasse (BLZ: 100 500 00), Konto-Nr.: 6010219181
Dieser Aufruf wurde unterschrieben von
NETZWERKE
Attac Deutschland
Attac Düsseldorf
Attac Reutlingen
noya - network of young altermondialists
APRI-Netzwerk lokaler Antiprivatisierungsinitiativen
LabourNet Germany
Linke Perspektiven - Stuttgart
Erlanger Sozialforum
Sozialforum Nürnberg
Sozialforum Fürth
KoBra - Kooperation Brasilien
GEWERKSCHAFTSGLIEDERUNGEN
DGB Main/Rhön/Schweinfurt
GEW Landesverband Baden-Württemberg
GEW Landesverband Hamburg
GEW Landesverband Hessen
GEW Landesverband Niedersachsen
GEW Bezirksverband Lüneburg
GEW Duisburg, Fachgruppe Hochschule und Forschung
Ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg
Ver.di Bezirk Berlin
Ver.di Bezirk Hannover / Leine-Weser
Ver.di Bezirk Heilbronn-Neckar-Franken
Ver.di Bezirk München (Flyer mit Abfahrtszeiten)
Ver.di Bezirk Rhein-Neckar
Ver.di Bezirk Rhein-Pfalz
Ver.di Bezirk Rhein-Wupper
Ver.di Bezirk Stuttgart
Ver.di Bezirk Südhessen
Ver.di Ortsverein Osnabrück
Ver.di-Betriebsgruppe Stadt Osnabrück
Ver.di-Betriebsgruppe des Klinikums der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt a.M.
Ver.di-Fachbereich BiWiFo Frankfurt (FB 5)
Ver.di-Jugend Bayern
Ver.di-Jugend Berlin
Ver.di-Jugend Niedersachsen/Bremen
Ver.di-Jugend NRW
Ver.di-Jugend Ostwestfalen-Lippe
Ver.di-Jugend Südwestfalen
Ver.di-Jugend Weser-Ems
Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften
Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken
IG Metall Verwaltungsstelle Aalen
IG Metall Verwaltungsstelle Berlin
IG Metall Verwaltungsstelle Frankfurt (Unterstützungserklärung)
IG Metall Verwaltungsstelle Fürth
IG Metall Verwaltungsstelle Hanau/Fulda
IG Metall Verwaltungsstelle Ludwigsburg
IG Metall Verwaltungsstelle Ludwigshafen-Frankenthal
IG Metall Verwaltungsstelle Offenbach
IG Metall Verwaltungsstelle Salzgitter-Peine
IG Metall Verwaltungsstelle Schwäbisch-Gmünd
IG Metall Verwaltungsstelle Schwäbisch-Hall
IG Metall Verwaltungsstelle Schweinfurt
IG Metall Verwaltungsstelle Waiblingen
IG Metall Verwaltungsstelle Weilheim
IG Metall Verwaltungsstelle Wiesbaden-Limburg
IG Metall Verwaltungsstelle Wolfsburg
IG Metall-Jugend Bezirk Frankfurt
Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin
IG BCE Ortsguppe Weinheim
IG Bau Bezirksverband Berlin
IG BAU Bezirksverband Wiesbaden-Limburg
IG Peng GewerkschafterInnen-Chor aus Berlin
UMWELT- UND ENTWICKLUNGSORGANISATIONEN
Stiftung Nord-Süd-Brücken
Inkota-Netzwerk
Aktionsbündnis gerechter Welthandel
Naturfreunde Deutschlands e.V.
Coordination gegen BAYER-Gefahren
SODI Solidaritätsdienst International e.V.
WEED - Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung
erlassjahr.de
kolko e.V. - Menschenrechte für Kolumbien
TUN - Tier- und Naturschutz e.V.
MIGRANTINNEN
DIDF (Föderation demokratischer Arbeitervereine)
Bundesverband der Migrantinnen in D e.V.
DiKoM - Agentur für Diversity Management und interkulturelle Kompetenz e.V.
BIR-Kar e.V. (Plattform für die Einheit der Arbeiter und Freundschaft der Völker)
SOZIALINITIATIVEN
Europäische Märsche gegen Erwerbslosigkeit, ungeschützte Beschäftigung und Ausgrenzung
MieterInnenverein Witten
Erwerbslosenkreis Hanau
Regionalverbund der Erwerbsloseninitiativen Weser-Ems e.V.
Bundesarbeitsgemeinschaft Prekäre Lebenslagen e.V.
Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen
pünktchen im Kiez e.V.
Kommune Niederkaufungen
Türkisches Volkshaus Frankfurt
Initiative für soziale Gerechtigkeit e.V. in Wiesbaden
BDP - Bund Deutscher PfadfinderInnen
Montagsdemo Reutlingen
CHRISTLICHE GRUPPEN
Bund der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands e.V.
Christinnen und Christen für den Sozialismus
Evangelische Studierendengemeinde Frankfurt
Kairos Europa e.V.
Arbeitnehmerpastoral der Erzdiözese Bamberg
PLÄDOYER für eine ökumenische Zukunft
PRO ÖKUMENE - Initiative in Württemberg
GRUPPEN DER FRIEDENSBEWEGUNG
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Ärzte in sozialer Verantwortung
Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V.
POLITIK/PARTEIGLIEDERUNGEN
Partei DIE LINKE
Linksjugend ['solid]
DIE LINKE Baden-Württemberg
DIE LINKE Nordrhein-Westfalen
DIE LINKE Rheinland-Pfalz
DIE LINKE Fraktion Hessischer Landtag
DIE LINKE Osterholz
DIE LINKE Kreisverband Düsseldorf
DIE LINKE Kreisverband Würzburg
Fraktion Linke Liste Wiesbaden
Studierendenverband Die Linke.SDS
internationale sozialistische linke (isl)
DKP Deutsche Kommunistische Partei
DKP Kreis Frankfurt
SDAJ Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend Hessen
antifa.sozialbetrug Antifaschistisches / Soziales Forum
Bürgerinitiative Braunschweig
SPD Kreisverband Erlangen
JungsozialistInnen in der SPD - Unterbezirk Erlangen
Bündnis 90/Die Grünen Landesverband Rheinland-Pfalz
Bündnis 90 / Die Grünen Kreisverband Göttingen
Bündnis der Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau
WISSENSCHAFT
isw - Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung e.V.
Archiv der sozialen Bewegungen Bremen
FDCL - Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V.
MEDIEN
amerika21.de - Forum für ein anderes Amerika
Contraste - Monatszeitung für Selbstorganisation
Lateinamerika Nachrichten Online
Lunapark21 - Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie
prager frühling - Magazin für Freiheit und Sozialismus
SoZ (Sozialistische Zeitung, Köln)
Turbulence: Ideas for movement
Liste weiterer Unterstützerinnen und Unterstützer

